Ist es, wie es scheint?
Was erzählst du dir? Woran machst du es fest, dass es ist, wie es scheint?
Du wirst angerempelt, deine Einkäufe fallen zu Boden. Du verfluchst die Person – bis du erkennst, dass sie blind ist. Deine Einkäufe sind dir plötzlich egal und du hilfst ihr auf die Beine.
Dein Nachbar, den du eh nicht leiden kannst, fährt deinen Gartenzaun platt. Und den Hund dahinter gleich mit. Du siehst ihn hinter dem Steuer zucken. Und rufst nicht die Polizei, sondern einen Krankenwagen.
Eine Kollegin ist plötzlich anders im Umgang, … Ein Freund meldet sich nicht mehr, … Wie könnte deine Geschichte anders lauten … als:
Sie mögen mich nicht mehr. Sie sind plötzlich so komisch. Wie könnte es auch anders sein, als es für dich ist?
Vielleicht landest du wieder bei deiner ersten Geschichte.
Und trotzdem kann man die Übung gar nicht oft genug machen – sich auch andere zu überlegen und zu erzählen.
Eine neugierige Haltung zu pflegen,
Empathie zu entwickeln,
nicht immer schlechte Absichten zu unterstellen.
Probier es mal aus und du wirst sehen:
Du machst damit nicht dem gegenüber einen Gefallen – sondern zuallererst dir selbst.